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    Institut für Kunstgeschichte

    Einladung zur Ausstellung "SCHWARZWEISS GEMALT - die Houghton Gallery zwischen Malerei und Druckgrafik" in der Kleinen Galerie des Martin von Wagner Museums

    07.06.2019

    Es war Peter Paul Rubens, der die wallende Mähne des aufsteigenden Pferdes von A Horse's Head Gestalt annehmen ließ. Der Druck selbst stammt jedoch von der Hand eines englischen Kupferstechers, der mit großer technischer Meisterschaft wiedergab, was im 18. Jahrhundert die Wände eines ganz bestimmten Landsitzes zierte: In Houghton Hall befand sich die berühmte Gemäldesammlung des ersten englischen Premierministers Robert Walpole.

    Nach den Farbexplosionen der Gemäldeausstellung „Michael Markwick | New Songs to Learn and Sing“ wird unsere Kleine Galerie jetzt zum Schauplatz der ‚schwarzen Kunst‘. In der neuen Studioausstellung wird freilich auch gezeigt, dass druckgrafische Werke nicht farblos sein müssen; deshalb heißt sie treffend:

     

    schwarzweiß gemalt

    Die Houghton Gallery zwischen Malerei und Druckgrafik

     

    14. Juni bis 18. August 2019

    Eröffnung: Donnerstag, 13. Juni 2019, 18 Uhr in der Kleinen Galerie des Martin von Wagner Museums (Südflügel der Residenz, 2. Stock)

    Grußwort des Direktors: Prof. Dr. Damian Dombrowski
    Einführung in die Ausstellung: Annemarie Graf B. A.

     

    The Houghton Gallery heißt ein vergleichsweise unbekanntes Galeriewerk des 18. Jahrhunderts, das jedoch große Namen der europäischen Kulturgeschichte vereint. Dies zum einen, weil es eine berühmte englische Gemäldesammlung wiedergibt, in denen Maler wie Reni und Caracci, Rubens und Rembrandt, Poussin und Velázquez vertreten waren. Zum anderen kreuzen sich hier Akteure der Weltgeschichte: Sir Robert Walpole, Kunstsammler und erster Premierminister Großbritanniens, und die russische Zarin Katharina die Große. Zwischen ihnen vermittelte James Christie, der Begründer des gleichnamigen Auktionshauses.

    Was The Houghton Gallery über das historische Interesse hinaus so anziehend macht, ist die enorme Qualität der einzelnen Blätter. Die aufwändige Mezzotinto-Technik, auch als „English manner“ bezeichnet, ermöglicht im Druck eine staunenswerte Annäherung an die farbigen Vorbilder: Sie erscheinen tatsächlich ‚schwarzweiß gemalt‘. Wegen ihres hohen technischen Niveaus liegt der Wert dieser Grafiken nicht allein in der Wiedergabe der Gemälde; vielmehr brachte der Medienwechsel auch künstlerische Eigenleistungen hervor, die unsere Bewunderung verdienen.

    In einer Studioausstellung zeigt das Martin von Wagner Museums jetzt Ausschnitte aus dem zwischen 1773 und 1788 entstandenen Galeriewerk aus dem Bestand der Graphischen Sammlung. Kuratiert wird die konzentrierte Schau von Annemarie Graf B. A.; die Studentin der Kunstgeschichte präsentiert damit auch ihre Forschungen zu The Houghton Gallery.

     

    Zur Eröffnung am 13. Juni laden wir herzlich ein oder kommen Sie ein anderes Mal, um die herrlichen Blätter in Ruhe zu studieren!

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