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    Institut für Kunstgeschichte

    Neuerscheinung: Der Freiberger Dom (Prof. Dr. Stefan Bürger)

    05.02.2018

    Ausgehend von den bisherigen Forschungsergebnissen bot sich die Möglichkeit, innerhalb eines interdisziplinären Lehr-Lern-Projektes (2013/14) neu formulierten Fragen zum Verhältnis von Architektur und Sprache nachzugehen.

    Am Verbundprojekt „Der Freiberger Dom – Architektur als Sprache“ waren Studierende sowie Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Kunstgeschichte, Germanistik, Kartografie, Fotogrammetrie und Geschichte beteiligt. In der gemeinsamen Arbeit wurde ein Leitfaden zur Förderung interdisziplinärer Kompetenz von Praxisseminaren am Beispiel der Erstellung eines digitalen Domführers entwickelt. Das Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms „Lernen im Transfer“ durch das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen gefördert.

    An der Arbeit vor Ort waren Studierende unterschiedlicher Disziplinen beteiligt. Die relevanten Bereiche wurde vorab ausgewählt, die Untersuchungsziele und Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Gruppenarbeiten vorgegeben und den Studierenden zur Bearbeitung überantwortet. Die Aufgabe bestand darin, sowohl kunsthistorisch vorgeprägten Mustern an den Bauformen nachzuspüren als auch wahrnehmbare Formqualitäten in einen gestalterischen Zusammenhang zur Bau- und Bildkunst einzuordnen. Die Germanisten und Germanistinnen übernahmen dabei die Aufgabe, uns zu lehren, die Formen möglichst als Teile von Narrativen dazustellen, somit Methoden der Erzähltheorie auf architektonische Phänomene anzuwenden. Zudem sollten sich die Studierenden in Visualisierungs-Methoden einarbeiten und deren Inhalte für digitale Endgeräte aufbereiten, um sie letztlich einem größeren Publikum über QR-Codes zur Verfügung stellen zu können.


    Das nun vorliegende Buch ist keine Baumonografie im eigentlichen Sinne, sondern das Ergebnis eines Experiments, dessen Resultate hiermit der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Wir haben die Raumkunst so intensiv wie möglich wahrgenommen und nach bestem Wissen und Gewissen versucht, unsere Eindrücke in anschaulichen Bildern und Texten wiederzugeben. Insofern sind diese Erzählungen wahr. Oder besser: für wahr genommen.


    Ob es möglich ist, über diesen Weg – nämlich heutige Objekt-Subjekt-Interaktionen als Teil des historischen Quellenwertes zu akzeptieren und auszudeuten – zur historischen Wahrheit zu gelangen, müssen wir derzeit offen lassen. Wir haben versucht, uns den Werken intensiv zu nähern, und ebenso angestrebt, mit unseren Erzählungen die Werke dem Leser nahezubringen. Insofern können wir zumindest davon ausgehen, dass die Methode, Architekturgeschichte mit bild- und sprachwissenschaftlichen Instrumenten zu verbinden, didaktisch von Vorteil gewesen ist. In jedem Fall gelang es, im Gegenüber zum Bau- und Kunstwerk, neue Perspektiven aufzuzeigen, die es erlaub(t)en, bislang gültige wissenschaftliche Erkenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Und so, wie wir die historischen Wahrheiten an den Objekten überprüften, sind Sie als Leser aufgefordert, sich selbst ein Bild zu machen und zu prüfen, inwiefern unsere Deutungen in Teilen wahr, wahrhaftig, wahrscheinlich oder vielleicht doch nur wahllos sind.


    Stefan Bürger
    Der Freiberger Dom
    Architektur als Sprache und Raumkunst als Geschichte

    Kulturreisen Band 15 - Das Bauwerk

    Fotografien von Janos Stekovics

    192 Seiten
    350 Farbfotografien
    Broschur
    16,5 x 24 cm
    19,80 EUR
    ISBN 978-3-89923-385-8
    ISSN 1865-0139

    http://www.onlinebuch.com/neuerscheinungen/der-freiberger-dom.php

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