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    Institut für Kunstgeschichte

    OVID. AMOR FOU. Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit

    26.02.2018

    Ausstellung im Martin von Wagner Museum in Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte 14. März bis 15. Juli 2018

    Vor 2000 Jahren ist mit P. Ovidius Naso ein römischer Dichter verstorben, der wie kaum ein anderer das neuzeitliche Bild von der Antike und ihrer Welt der Mythen geprägt hat. Mit Ovids Werken, insbesondere den Amores und Heroides, erreicht zudem die römische Liebeselegie ihren Höhepunkt. Die als Hommage an den Dichter gedachte Ausstellung stellt entsprechend die Liebe und die von ihr beherrschten Liebenden ins Zentrum der Betrachtung.
    Der doppeldeutige Titel »Amor fou« spielt auf den römischen Gott an als willkürlichen und damit oft Unheil anrichtenden Stifter der Liebe und gleichzeitig auf die von ihm verursachte Inbrunst der Verliebten, die den Verstand außer Kraft setzt.
    Ovid charakterisiert Amor als »wilden Knaben«, der dank der Macht seiner Pfeile danach strebt, sich und der Liebe die ganze Welt Untertan zu machen. Niemand ist vor dem blinden und unberechenbaren »Wüten« des Liebesgottes sicher, auch nicht der Dichter selbst. Eindrucksvoll schildert Ovid in seinen Metamorphosen den furor amoris (die leidenschaftliche Liebe) am Schicksal berühmter Liebespaare, die ihre intensive Liebe häufig mit dem Tode bzw. mit dem Verlust ihrer menschlichen Existenz bezahlen.

    In der Ausstellung werden die Rezeption der vielfältigen Spielarten der rasenden, nicht immer beiderseitigen Liebe und Ovids »Liebesrezepte« dazu erstmalig in einer umfassenden Schau präsentiert. Im Vordergrund steht die neuzeitliche Auseinandersetzung mit Ovids Dichtung in Form von Gemälden, Zeichnungen und Werken der Druckgraphik aus dem Sammlungsbestand des Martin von Wagner Museums. Komplettiert wird dieser Streifzug durch die Wirkungsgeschichte des Autors von einem Blick auf mögliche Quellen der Inspiration aus der griechischen Kunst.

    Zur Eröffnung am 13. März, um 18 Uhr im Toscanasaal der Residenz, erwarten Sie drei einführende Vorträge: Ovid und der amour fou – Mythos und Eros in der Antike von Jochen Griesbach (Direktor der Antikensammlung), Liebe als Obsession – Ovidrezeption in der Frühen Neuzeit von Daniela Roberts (Institut für Kunstgeschichte der Uni Würzburg) und Ovid bei Rembrandt von Eckhard Leuschner (Institut für Kunstgeschichte der Uni Würzburg).

     

    Begleitprogramm

    Eine Vortragsreihe begleitet die Ausstellung in den kommenden Monaten. Die Vorträge finden jeweils montags im Toscanasaal der Universität im Südflügel der Residenz statt; Beginn ist um 18:15 Uhr. Die Themen und Termine sind:

    30. April: „Die Erotisierung literarischer Gattungen bei Ovid“ (Prof. Dr. Thomas Baier)

    4. Juni: „Verliebt, verschmäht, verwandelt. Ovids Liebesgeschichte von ‚Narziss und Echo‘ auf den Wänden Pompejis“ (Dr. Bärbel Ruhl)

    18. Juni: „‚Urworte leidenschaftlicher Gebärdensprache‘. Aby Warburg und Ovid“ (Prof. Dr. Michael Thimann)

    9. Juli: „Der Wahn der Liebe in der Musik“ (Dr. Vladimir Ivanoff)

    „OVID. Amor fou – Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit“: 14. März bis 15. Juli 2018, Gemäldegalerie des Martin von Wagner Museums, Residenz, Südflügel, Residenzplatz 2, Tor A. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 10.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag, 10.00 bis 13.30 Uhr. Eintritt: Erwachsene 3,00 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

     

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