Martin-von-Wagner-Museum

Das Martin-von-Wagner-Museum ist seit 1963 im Südflügel der Fürstbischöflichen Residenz untergebracht. Die 1832 gegründete Sammlung der Universität Würzburg erweiterte sich durch die umfangreiche Kunstsammlung des Malers, Bildhauers und Kunstagenten König Ludwigs I. in Rom, Martin von Wagner (1777-1858), zum größten universitätseigenen Museum Bayerns, das seither den Namen des Stifters trägt. Es gliedert sich in eine Antikensammlung, eine Gemäldegalerie, in der auch Skulpturen gezeigt werden, sowie eine Graphische Sammlung. Die Antikensammlung ist auf Keramik (1500 v. Chr.-300 n. Chr.) ausgerichtet, den Schwerpunkt bilden griechische Vasen der Blütezeit (560-300 v. Chr.); Tonfiguren, Gläser und Steinplastiken schließen sich an, so ein Kentaurenkopf vom Parthenon in Athen und ein römischer Jahreszeitenaltar. 1989 wurden 2500 Objekte der Privatsammlung Kiseleff neu ausgestellt, die ägyptische Kleinkunst in reicher Auswahl beisteuern und den griechischen Bestand erweitern. In der Galerie werden vor allem deutsche, niederländische und italienische Gemälde des 14. bis 20. Jahrhunderts gezeigt, darunter Bilder des Maestro del Bambino Vispo, Borgognone, Luca Cambiaso, Hans Schäufelein, Bernardino Licinio, Bartholomäus Spranger, Orazio Borgianni, Leandro Bassano, Pieter Claesz, Jacob Jordaens, Frans Wouters, Luca Giordano, Giuseppe Recco, Marco Ricci, Alessandro Magnasco, Januarius Zick, Giovanni Antonio Pellegrini, Matthäus Günther, Giovanni Battista Tiepolo, Friedrich Overbeck, Carl Rottmann, Martin von Wagner, Franz von Lenbach, Max Liebermann, Hans Purrmann. Unter den Skulpturen ragen Werke Tilman Riemenschneiders und seiner Schule hervor, aber auch Werke der Bildhauerin Emy Roeder. Die Graphische Sammlung besitzt ca. 11000 Handzeichnungen und 14000 Blatt Druckgraphik. Zu den wertvollsten Stücken gehören Handzeichnungen Federico Baroccis und der Tiepolo-Familie sowie Kupferstiche und Holzschnitte Albrecht Dürers.

Lit.: Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg. Gemäldekatalog, bearbeitet von Volker Hoffmann mit Konrad Koppe, Würzburg 1986

Öffnungszeiten der Gemäldegalerie: Di. bis Sa. 10.00-13.30 Uhr, So. im wöchentl. Wechsel mit der Antikenabteilung 10.00-13.30 Uhr.
Öffnungszeiten der Graphischen Sammlung und Bibliothek:
Di. und Do. 16-18 Uhr oder nach Vereinbarung.
Telefon (0931) 31-82283
E-mail: museum.na@uni-wuerzburg.de