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    Institut für Kunstgeschichte

    EXKURSION - Sommersemester 2016

    Vorbesprechung
    am Donnerstag, 3. März 2016, 14-16 Uhr im ÜR 18 (Bürger / Friedrichs)

    Pflichtexkursion – Barock in Dresden

    Dresden: So 18.- Fr 23.9.2016

    Exkursion: Pflichtveranstaltung im Rahmen des BA-Studienganges

    zum Seminar: „Barock in Dresden“, Blockveranstaltungen am

    Freitag, 15. April 2016, 11-18 Uhr (ÜR 18) und

    voraussichtlich Freitag, 6. Mai 2016, 11-18 Uhr (ÜR 18)

    Der Besuch des zugehörigen Seminars im Sommersemester 2016 ist obligatorisch.

    Grundlagen der Bau- und Bildanalyse werden im Seminar eingeübt und vor Ort vertieft, weiterhin Erarbeitung epochenspezifischer Inhalte. Für fortgeschrittene Studenten sind darüber hinaus Themen zur komplexen kunsthistorischen Analyse möglich.

    Verbindliche Anmeldung zur Exkursion bis Freitag, 12.2.2016, im Sekretariat

    Kommentar

    Das barocke Dresden – Synonym für üppige Baukunst, höfische Repräsentation und auch prachtvolle Festkultur. Keine andere Epoche prägte die sächsische Residenz durchgreifender als die Jahre der Regentschaft August des Starken und seines Sohnes Friedrich August III.

    Charakterisiert wird die Barockzeit in Dresden einerseits von der wirtschaftlichen Stärke Kursachsens, die einherging mit einer Blüte der Manufakturen. Andererseits war es dem sich an absolutistischen Vorbildern orientierenden Kurfürsten nicht immer möglich, sich gegen die äußerst starken Stände durchzusetzen. Mit dem Gewinn der polnischen Königskrone und der Heirat des Kurprinzen mit der Kaisertochter Maria Josepha von Österreich eröffneten sich August dem Starken mehr oder minder greifbare Machtträume, wichtig gerade auch vor dem Hintergrund der erstarkenden Konkurrenz Brandenburg-Preußens.

    Insbesondere die Künste erlebten eine nie gekannte Blüte: Festarchitektur, eine Dresden umgebende Topographie von Lustschlössern, sich rasch erweiternde, höchst kostbare Sammlungen von Pretiosen, Skulpturen und Gemälden, Begeisterung für Musik und Theater. Trotz der schweren Schäden des Zweiten Weltkrieges sind viele der Bauten noch oder wieder in ihrer Pracht erlebbar und vermitteln ein anschauliches Bild der elaborierten Kultur des Barock; historische Fotografien aus dem Bestand der Deutschen Fotothek vervollständigen die Quellenlage.

    Die Exkursion wird verschiedene thematische Aspekte behandeln, die unterschiedliche Auftraggeber widerspiegeln: kurfürstliches, höfisches und bürgerliches Bauen. Weiterhin sollen spezifische Bauaufgaben wie die Residenz, Lustschlösser und die Gartenbaukunst im Zentrum des Interesses stehen. Weitere Aspekte widmen sich dem fürstlichen Sammlungsinteresse und dem religiösen Dualismus von Katholizismus und evangelischem Bekenntnis.

    Organisatorisches:

    Für die Exkursion mit 15 – max. 20 studentischen Teilnehmern wird eine finanzielle Eigenbeteiligung in Höhe von etwa 160 EUR pro Person vonnöten sein; die Kosten hängen von der Anzahl der Teilnehmer, der Unterkunft und der An- / Rückfahrt ab.

    Die An- und Abreise mit der Bahn, dem Bus oder in Fahrgemeinschaften (bitte vorher beim Sekretariat anmelden) erfolgt eigenverantwortlich.

    Literatur:

    Barock in Dresden. Kunst und Kunstsammlungen unter der Regierung des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen, Ausstellungskatalog, Leipzig 1986.

    Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten, Leipzig 1990.

    Hagen Bächler/ Monika Schlechte: Führer zum Barock in Dresden, Dortmund 1991.

    Kurt Milde (Hrsg.): Matthäus Daniel Pöppelmann (1662–1736) und die Architektur der Zeit August des Starken, Dresden 1991.

    Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen, München 1996.

    Angela Pfotenhauer, u. a.: Barock in Sachsen, Bonn 2000.

    Stefan Hertzig: Das barocke Dresden: Architektur einer Metropole des 18. Jahrhunderts, Petersberg 2012.

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